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Unsere Heimat - Der Bezirk Perg - Seite 4

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OÖ. Landeswappen aus Baumgartenberg
Stiftskirche Baumgartenberg
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OÖ. Landeswappen aus Baumgartenberg

Das oberösterreichische Landeswappen stammt aus Baumgartenberg und leitet sich aus dem Wappen der Herren von Machland ab. Eine Abbildung auf dem Baumgartenberger Urbar (1335) und das Stiftswappen im Chorgestühl zeigen dies ganz deutlich. Es wurde vermutlich deshalb zum Landeswappen genommen, um die damals herrschenden Fehden zu dämpfen und nach außen hin Einigkeit zu demonstrieren.

Stift Baumgartenberg - Gründung und Aufstieg

Initiale S aus Heiligenviten - Baumgartenberger Urbar Die Ehe Ottos von Machland aus dem wohlhabenden Geschlecht der Machländer und seiner Gemahlin Gräfin Jutta (Jeuta) von Peilstein blieb kinderlos. So entschlossen sich beide, den Großteil ihres Besitzes der Kirche zu schenken. Eine enge Beziehung zum Zisterzienserkloster in Morimond (Frankreich), aus dem die ersten Mönche kamen, und daraufhin zum Kloster in Heiligenkreuz (NÖ) verhalf Otto von Machland zur Stiftung des Zisterzienserklosters in Baumgartenberg (6, Mai 1141).

Bereits ein Jahr später wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Gemäß der Ordensregel "Ora et labora" (Bete und arbeite) entstand hier ein reges Leben, das Baumgartenberg bald eine wirtschaftliche, religiöse und kulturelle Glanzzeit bescherte.

Durch Kauf und Schenkungen, um das ewige Seelenheil zu erlangen, wuchsen die Besitzungen in der näheren und weiteren Umgebung bis über die Landesgrenzen hinaus. Ständige Zu- und Umbauten bezeugen auch die weltliche Macht.

Baumgartenberger Urbar 1335Besondere Bedeutung erlangte das Kloster mit seinen vielen und prachtvollen Handschriften. Als besonderes Juwel gilt das Baumgartenberger Urbar (Aufzeichnungen für bestimmte Dienste und Leistungen an das Kloster) aus dem Jahre 1335. Dieses ermöglicht uns, die Verhältnisse von damals zu beurteilen.

Im 15. Jahrhundert plünderten und brandschatzten die Hussiten aus Böhmen Kloster und Kirche. Insgesamt waren die Zisterzienser zu dieser Zeit mit vielen Problemen konfrontiert. Im 17. Jahrhundert jedoch erlebte das Kloster nach dem Dreißigjähren Krieg und der Bannung der Türkengefahr eine Hochblüte, die sich auch in baulichen Veränderungen widerspiegelte. So wurden für die Barockisierung der Kirche die besten Künstler beauftragt. In dieser Zeit erlangte der Abt auch in weltlichen Angelegenheiten als Mitglied des ständischen Ausschusses bedeutenden Einfluss. Spätere wirtschaftliche Krisensituationen nützte Joseph II. zur Aufhebung des Klosters, das in eine Männerstrafanstalt umfunktioniert wurde. Die Stiftskirche diente von nun an als Pfarrkirche. Später kam das Kloster für kurze Zeit in den Besitz der Jesuiten, die es aber 1865 an die Schwestern vom Guten Hirten verkauften. Diese setzten ihre Arbeit auf sozialem Gebiete fort und widmen sich seither der Betreuung von älteren, pflegebedürftigen und sozial an den Rand gedrängten Mitmenschen. Sowohl die Schwestern vom Guten Hirten als auch die in diesem Hause arbeitenden Menschen bemühen sich stets um gute Kontakte zur Bevölkerung von Baumgartenberg.

Ein harmonisches Miteinander zeugt von der gelungenen Partnerschaft.



Aktualisiert (16. Oktober 2012) - 7098 Zugriffe

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